Brauchtum
- Foto: mondsee24.at
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• Nikolaus und Krampus
Der heilige Nikolaus von Myra wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof in Kleinasien. Viele Legenden ranken sich um ihn: So soll er u. a. er die Kinder von Myra vor der Entführung durch Seeräuber gerettet haben. Mit dem Fest des heiligen Nikolaus (6. Dezember ) sind eine Reihe von Volksbräuchen Verbunden. So stellen Kinder am Nikolausabend Schuhe und Stiefel vor die Tür, damit sie Nikolaus mit Leckereien fülle. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich dazu ein Einkehrbrauch: begleitet von Schreckgestalten, Teufeln und Tiermasken (Habergeiß), prüft und beschenkt Nikolaus die Kinder (vergl. AEIOU). In der jüngsten Zeit mutieren die teuflischen Begleitgestalten des Nikolaus, die Krampusse, zu Perchten. Noch heute werden im Mondseeland am 6. Dezember die Kinder vom Nikolaus besucht und nur der echte Nikolaus - so versichern die einheimischen Kinder - hat goldene Schuhe an. Eine lieb geworde Tradition ist die Nikolaus-Schiffahrt auf dem Mondsee.
• Advent, Advent … Der Adventkranz
Man möchte es kaum glauben, aber der Advenkranz ist ein vergleichsweise Junger Brauchtum in Österreich. So bürgerte sich der Adventkranz erst Mitte des 20. Jahrhunderts ein, zuerst in den Städten und dann sehr zögernd auch auf dem Land (verlg. Uni Innsbruck) .
Zur Tradition gehört jedoch die Weihe des Adventkranzes. In Mondsee wird die Weihe und das Entzünden der Kerzen besonders feierlich begangen. Beim Riesen-Advenkranz auf der Seewiese finden Feierstunden statt.
Thomas-Tag
Der 21. Dezember ist dem Apostel Thomas gewidmet. Einer der vielen Bräuche zum Thomas-Tag sind die sogenannten Thomas-Orakel. Dabei werden Gerstenkörner gepflanzt, um aus dem wachsenden Grün dasWetter vorherzusagen. Es ist auch Sitte, dass spätestens an diesem Tage Geliehenes zurückgegeben werden soll. Gleichzeitig ist der 21. Dezember auch der kürzeste Tag mit der längsten Nacht.
Interessantes zum Weihnachtsbaum bei Wikipedia
• backen im Advent - Kekse, Stollen …
Eine beliebte Form der Brauchtumspflege bei den Mondseer Goldhaubenfrauen ist das Bewahren alter Rezepte. Einer dieser Schätze ist das Lebkuchenrezept nach Maria Salinger (der Großmutter des jetzigen Bezirkhauptmannes), das um 1920 mit einem Preis der Stadt Wien ausgezeichnet wurde.
Lebkuchen nach Maria Salinger (1987 - 1973)
20 dag echten, flüssigen Bienenhonig, 20 dag Staubzucker, 12 dag Öl und zwei ganze Eier schaumig rühren. Dann 0,5 kg glattes Mehl mit 1 Esslöffel Speisesoda, etwas gemahlene Gewürznelken, 1 Kaffelöffel Zimt und 1/8 l Rum zu einem Teig rühren. Anschließend 5 dag Rosinen und 15 - 20 dag Walnüsse untermengen. In eine Form, ca. 30 x 20 cm geben, obenauf mit Walnusshälften verzieren. Den Teig über Nacht in der Form warm gehen lassen, dann langsam bei 180 0 eine Stunde backen. In Pergamentpapier eingeschlagen hält der Kuchen mehrere Wochen lang frisch. Dünn mit Butter bestrichen schmeckt der Lebkuchen besonders gut.
Die Mondseer Goldhaubenfrauen bieten selbstgemachte Köstlickeiten und hochwertige Bastelarbeiten beim traditionellen Rorate-Café an.
• Barbara-Zweige
Der 4. Dezember ist der Heiligen Barbara geweiht. Als eine der 14 Nothelfer ist sie Schutzpatronin der Bergleute und der Feuerwehr für Glocken und für das Wetter. An ihrem Namenstag schneidet man Haselnuss-, Kirsch- oder Kastanienzweige und neuerdings sehr oft Forsythien und stellt diese in eine Vase mit Wasser an einen warmen Platz . An Heilig Abend sollten die Barbarazweige dann in voller Blüte stehen.




